Wie und Was?

Massage

Sie besteht aus einer auf das einzelne Tier angepaßten Kombination von Grifftechniken. Dadurch wird die Durchblutung der Haut, der Unterhaut und der Muskulatur sowie der Schlackenabtransport angeregt.

 

Jeder, der bereits einmal massiert wurde, weiß, wie befreit man sich fühlt, wenn Verklebungen einzelner Gewebeschichten gelöst wurden. Dieses Gefühl beflügelt auch unsere Tiere.

 

Außerdem kann Massage Schmerzen lindern und damit den Verbrauch an Schmerzmitteln bisweilen drastisch reduzieren.

 

Manuelle Techniken

Eine ausschließlich mit den Händen durchgeführte Therapieform.

 

Darunter fallen beispielsweise die Lymphdrainage, die den Abtransport von Flüssigkeit aus angeschwollenen Beinen und Gelenken fördert sowie Dehnungen bzw. Traktionen der Sehnen und Muskeln.

 

Insgesamt handelt es sich dabei um Maßnahmen, die die Elastizität der Muskulatur und die Beweglichkeit der Gelenke wieder verbessern und in der Regel in Kombination mit Massagen angewandt werden.

 

Krankengymnastik

Hier unterscheidet man zwischen aktiven und passiven Bewegungsübungen.

 

Bei den passiven Übungen führt der Therapeut die Bewegung eines Beines durch, in der Regel ohne gezielte Mitarbeit des Tieres, z.B. wenn Lähmungen bestehen oder die Kraft nicht ausreicht, um die Übung selbständig auszuführen.

 

Bei den aktiven Techniken sind in der Regel Sie als Tierbesitzer gefordert, mit ihrem Tier sogenannte aktive Bewegungsprogramme wie Sitz- und Stehübungen, Slalomlaufen, Cavaletti und/oder Schrägbrett zu absolvieren. Diese Techniken dienen der Koordinationsschulung und natürlich dem Muskelaufbau.

 


Physikalische Therapie

Unter diesem Begriff werden die sogenannten “technischen” Anwendungen zusammengefasst, zu denen u.a. die Kälte-/Wärmetherapie, Elektrotherapie, der therapeutische Ultraschall sowie die Magnetfeldtherapie gehören.

 

Allen Therapieformen gemeinsam ist, dass sie unterschiedlich erzeugte Energien in den zu therapierenden Körper hineinbringen und aktivierend wirken.

 

Unterwassertherapie

Eine relativ neue Therapiemöglichkeit bietet das Unterwasserlaufband. Hier handet es sich um eine Hydrotherapie der besonderen Art. Die Hunde, denen das Wasser buchstäblich bis zum Halse steht, befinden sich in einem Becken, in dem sie bis zu 70% ihres Eigengewichtes an das Wasser abgeben. Dieser Auftrieb ermutigt und motiviert zu eigener aktiver Bewegung ohne bereits vorgeschädigte oder rekonvaleszente Gelenke zu überfordern. Darüber hinaus wurde in Studien festgestellt, daß die postoperative Rekonvaleszenz durch die Wassertherapie entscheidend minimiert werden kann. In kürzester Zeit laufen die Tiere im Wasser beschwerdefrei, da die Bewegung im Becken nicht vermieden wird und eine korrekte Bewegung geübt werden kann ohne in eine für Tiere typische Schonhaltung zu verfallen, was Fehlbelastungen der gesunden Gliedmaßen vermeidet.

Das Unterwasserlaufband ist ideal für die Therapie von älteren Vierbeinern, die unter schmerzhaftem Verschleiß der Gelenke (Arthrosen) leiden, einer Erkrankung, von der durchschnittlich 20% aller Hunde betroffen sind. Wenn das Tier beginnt, “staksig” zu gehen oder ganz offensichtlich Schwierigkeiten beim Aufstehen hat, sind das meist die ersten Anzeichen einer Arthrose. Bisher bedeutete dies oft das Ende der aktiven Lebensphase des Hundes: Herumtollen, Spielen oder Laufen machen nur noch Beschwerden und werden schließlich eingestellt.

Unsere Tierbesitzer berichten oft, daß nach der “Wasserspiel- und Fress-Stunde” die Hunde besonders motiviert sind und wieder mehr Freude an der Bewegung zeigen.

 

Blutegeltherapie

Blutegel gehören zu den ältesten Heilmitteln, die wir aus der Medizin kennen. Seine besondere Therapiewirkung verdankt er dem „Cocktail“ an speziellen Wirkstoffen, die er durch seinen Biss in den Körper einbringt, u.a. Hyaluron, Heparin und Hirudin. Diese Substanzen wirken nicht nur entzündungs- und gerinnungshemmend, sondern auch schmerzstillend und abschwellend. Dadurch werden Staugebiete abgebaut und Schlackenstoffe abgeleitet, die Selbstheilung und Regeneration des Körpers wird sanft und effektiv in Gang gesetzt. Das Ansetzen des Egels selbst wird vom Tier kaum wahrgenommen, der durch die Behandlung entstehende Blutverlust und das Nachbluten (Ausleitung) erhöhen die Wirksamkeit der Therapie und führen zu besonders erfreulichen Heilungserfolgen.

 

Bei den folgenden Krankheitsbildern ist die Blutegeltherapie besonders erfolgreich:

- Gelenkerkrankungen

- Arthrose, Spondylose

- Bandscheibenvorfälle

- Hüftgelenksdysplasie (HD)

- Ellbogendysplasie

- Cauda Equina

- Nervenentzündungen

- Entzündliche Prozesse

- Schlecht heilende Wunden

- Durchblutungsstörungen

- OP-Narben

- Abszesse, Ödeme, Thrombosen